
Jurata und Silex sind zwei schweizerische Lösungen der künstlichen Intelligenz, konzipiert, um Rechtsfachleute bei der Recherche, der Analyse und dem Verfassen juristischer Dokumente zu begleiten. Beide stützen sich auf prüfbare Rechtsquellen, unterscheiden sich jedoch durch bestimmte Funktionen, ihre technische Infrastruktur und die Einbindung in die in Kanzleien genutzten Werkzeuge.
Entwickelt von Jurata AG in Zürich, erleichtert Jurata Legal Agent namentlich die juristische Recherche, das Verfassen und die Gegenlesung von Dokumenten, direkt aus einer Webanwendung oder aus Microsoft Word.
Silex ist ebenfalls ein schweizerischer juristischer Assistent. Er konzentriert sich auf die Recherche und Analyse des Bundes- und Kantonsrechts und bietet zugleich Funktionen, mit denen die internen Dokumente von Kanzleien genutzt werden können.
Um diese beiden Plattformen zu vergleichen, verdienen mehrere Kriterien besondere Aufmerksamkeit: die Abdeckung der Rechtsquellen, die Prüfung der Zitate, die Vertraulichkeit der Daten, die Möglichkeiten der Einbindung in Fachsoftware und die Funktionen zur Aktenverwaltung.
Jurata: ein schweizerischer juristischer Assistent im Browser und in Microsoft Word
Gegründet 2020 in Zürich, hat Jurata AG zunächst eine Plattform entwickelt, die Private und Unternehmen mit Anwältinnen und Anwälten zusammenführt. Im Oktober 2025 hat die Gesellschaft Jurata Legal Agent lanciert, einen auf künstlicher Intelligenz beruhenden juristischen Assistenten für Rechtsfachleute.
Nach Angaben des Unternehmens ermöglicht diese Lösung, juristische Informationen zu suchen, Dokumente zu verfassen und deren Inhalt zu prüfen. Die Suchmaschine stützt sich namentlich auf das Bundesrecht, die kantonalen Erlasse, die Entscheide des Bundesgerichts und die Entscheide der kantonalen Gerichte.
Jurata Legal Agent bietet mehrere Funktionen, die die alltägliche Arbeit der Juristinnen und Juristen erleichtern sollen:
- Schnelle juristische Recherche: Antworten auf Rechtsfragen aus identifizierbaren Rechtsquellen zu erhalten.
- Modus Deep Agent: vertieftere juristische Recherchen und Analysen durchzuführen.
- Prüfung der Zitate: die zitierten Passagen automatisch mit den Originaldokumenten zu vergleichen, um deren Richtigkeit zu kontrollieren.
- Dokumentenanalyse: Verträge, Entscheide oder Rechtsschriften zu importieren, um deren Inhalt zu prüfen.
- Webanwendung: die Funktionen für Recherche und Verfassen direkt aus einem Browser zu nutzen.
- Microsoft-Word-Add-in: Dokumente mit Nachverfolgung der Änderungen zu verfassen, gegenzulesen und zu ändern, in den Formeln Pro und Max.
- Unterstützung mehrerer Sprachen: auf Französisch, Deutsch, Italienisch und Englisch zu arbeiten.
Nach Angaben von Jurata verfügt die Plattform über mehr als eine Million Rechtsquellen. Die verschiedenen Abonnementsformeln unterscheiden sich namentlich durch Nutzungsgrenzen, den Zugang zum Word-Add-in, die Funktionen einer Dokumentenbibliothek und die Antwortzeiten des technischen Supports.
Silex: eine auf das schweizerische Recht spezialisierte künstliche Intelligenz
Silex ist ein schweizerischer juristischer Assistent, der für die Bedürfnisse von Fachpersonen entwickelt wurde, die regelmässig gesetzliche Bestimmungen und Gerichtsentscheide des Bundes- und Kantonsrechts suchen und analysieren.
Die Plattform hilft Juristinnen und Juristen, einschlägige Quellen zu finden, ihre Begründung zu ordnen und Analysen oder Dokumententwürfe vorzubereiten. Sie zielt so darauf ab, bestimmte Schritte der juristischen Arbeit zu erleichtern, ohne das Urteil der Fachperson zu ersetzen.
Nach Angaben des Anbieters stützt sich Silex auf einen Corpus von mehr als 800 000 schweizerischen Rechtsquellen, namentlich Gesetze, Verordnungen und Gerichtsentscheide.
Die erzeugten Antworten können mit Nachweisen versehen sein, die die Juristin oder der Jurist einsehen kann, um die dargestellten Angaben zu prüfen.
Die Plattform bietet auch Funktionen der Dokumentenanalyse und der Bearbeitung interner Akten, um die juristische Recherche mit den im beruflichen Alltag genutzten Dokumenten zu verbinden.
Um die verschiedenen Möglichkeiten der Plattform kennenzulernen, lesen Sie die Seite, die die Funktionen von Silex vorstellt.
Juristische Recherche und Prüfung der Zitate: worin liegen die Unterschiede?
Die Zuverlässigkeit der Angaben ist ein wesentliches Kriterium bei der Wahl eines juristischen Assistenten. Eine von künstlicher Intelligenz erzeugte Antwort kann nur dann als hinreichend zuverlässig gelten, wenn die Nachweise, auf denen sie beruht, wiedergefunden und kontrolliert werden können.
Jurata und Silex heben beide die Möglichkeit hervor, die in ihren Antworten verwendeten Rechtsquellen einzusehen. Sie wählen bei der Prüfung jedoch leicht unterschiedliche Ansätze.
Jurata: eine automatische Prüfung der Zitate
Jurata räumt der Kontrolle juristischer Nachweise einen besonderen Platz ein. Nach Angaben des Anbieters vergleicht die Plattform die zitierten Passagen automatisch mit den Originaltexten.
Diese Funktion erlaubt der nutzenden Person, Aussagen, die direkt durch eine Quelle gestützt sind, von Elementen zu unterscheiden, die nur teilweise bestätigt sind.
Ziel ist es, die Gegenlesung der erzeugten Antworten zu erleichtern und die Risiken zu verringern, die mit der Nutzung ungenauer oder unzureichend einschlägiger Nachweise verbunden sind.
Silex: einsehbare juristische Nachweise
Silex legt den Akzent auf den Zugang zu den schweizerischen Rechtsquellen und auf die Möglichkeit, die in einer Analyse verwendeten Texte wiederzufinden.
Nach Angaben des Unternehmens sind seine Antworten mit Nachweisen versehen, die Fachpersonen ermöglichen, die betreffenden gesetzlichen Bestimmungen oder Gerichtsentscheide einzusehen.
Die Juristin oder der Jurist kann so die erzeugte Antwort den Originaldokumenten gegenüberstellen und deren Relevanz im Hinblick auf die gestellte Frage beurteilen.
Corpus, die nicht unmittelbar vergleichbar sind
Jurata kündigt mehr als eine Million Rechtsquellen an, während Silex angibt, über mehr als 800 000 schweizerische Quellen zu verfügen.
Diese Zahlen allein erlauben es jedoch nicht festzustellen, welche Plattform die für eine gegebene Praxis am besten geeignete dokumentarische Abdeckung besitzt. Die gezählten Dokumentenkategorien und die erfassten Perimeter können sich unterscheiden.
Vor der Wahl ist empfohlen, die verfügbaren Gerichte, die abgedeckten Zeiträume, die Rechtsgebiete und die Sprachen zu prüfen, in denen die Dokumente zugänglich sind.
In beiden Fällen bleibt die menschliche Kontrolle unverzichtbar. Die Fachperson muss die Originalnachweise einsehen, deren Datum und rechtliche Tragweite prüfen und anschliessend bestimmen, ob sie auf die behandelte Akte anwendbar sind.
Um diese guten Praktiken zu vertiefen, lesen Sie unseren Artikel zur durch künstliche Intelligenz unterstützten Rechtsanalyse.
Dokumentenanalyse und Arbeit an juristischen Akten
Über die juristische Recherche hinaus ermöglichen Jurata und Silex beide, an den internen Dokumenten einer Kanzlei zu arbeiten. Ihre Funktionen entsprechen jedoch unterschiedlichen Nutzungen.
Jurata: Dokumente in Word analysieren und ändern
Jurata ermöglicht den Import verschiedener Arten juristischer Dokumente, namentlich Verträge, Gerichtsentscheide und Rechtsschriften.
Sobald die Dateien hochgeladen sind, kann die nutzende Person Fragen zu ihrem Inhalt stellen, Recherchen durchführen und die einschlägigen Passagen direkt in den Dokumenten finden.
Das Microsoft-Word-Add-in ist eine weitere wichtige Funktion der Plattform. Es ermöglicht, juristische Informationen zu suchen, Texte zu verfassen und gegenzulesen, ohne die Word-Umgebung zu verlassen.
Die vorgeschlagenen Änderungen können mit Nachverfolgung der Änderungen dargestellt werden, was deren Prüfung vor der Freigabe erleichtert.
In den Formeln Pro und Max sieht Jurata auch eine interne Bibliothek vor, mit der Dokumentvorlagen aufbewahrt und wiederverwendet werden können.
Silex: Akten mit Silo und spezialisierten Agenten analysieren
Silex bietet eine Funktion namens Silo, bestimmt für die Analyse der internen Dokumente von Kanzleien.
Sie ermöglicht namentlich, Verträge, Notizen, Akten und Präzedenzfälle zu prüfen und deren Inhalt anschliessend mit den in der Analyse verwendeten schweizerischen Rechtsquellen in Verbindung zu bringen.
Die Plattform bietet auch mehrere spezialisierte Agenten, um bestimmte wiederkehrende Aufgaben zu erleichtern:
- Anonymisierung: die Namen der Parteien und sensible Angaben durch Schwärzung zu maskieren.
- Juristische Übersetzung: Dokumente ins Französische, Deutsche, Italienische und Englische zu übersetzen.
- Dokumentenvergleich: die Unterschiede zwischen zwei Fassungen desselben Textes zu erkennen.
- Erstellung von Protokollen: eine Audioaufnahme in einen strukturierten Bericht umzuwandeln.
Diese Funktionen können besonders nützlich sein, um Dokumente für die Übermittlung vorzubereiten, Vertragsänderungen zu kontrollieren oder Akten zu bearbeiten, die Beilagen in mehreren Sprachen enthalten.
Welche Lösung eignet sich am besten für die dokumentarische Arbeit?
Jurata legt den Akzent vor allem auf die dokumentierte juristische Recherche sowie auf das Verfassen und Gegenlesen in Microsoft Word.
Silex bietet einen stärker auf die Nutzung der Akten ausgerichteten Ansatz, mit Funktionen zur Anonymisierung, Übersetzung, zum Vergleich und zur Erstellung von Protokollen.
Beide Plattformen geben an, Französisch, Deutsch, Italienisch und Englisch zu unterstützen. Die Qualität der Ergebnisse, namentlich bei juristischen Übersetzungen, verdient jedoch, an für Ihre Tätigkeit repräsentativen Dokumenten bewertet zu werden.
In jedem Fall müssen erzeugte, übersetzte oder geänderte Texte vor der beruflichen Verwendung aufmerksam gegengelesen werden.
Datenhosting, Vertraulichkeit und Berufsgeheimnis
Für Anwaltskanzleien, Notariate und andere dem Berufsgeheimnis unterstellte Fachpersonen ist die Vertraulichkeit der Daten ein wesentliches Anliegen.
Der Speicherort der Dokumente ist jedoch nur eines der zu prüfenden Elemente. Zu berücksichtigen sind auch der Ort, an dem die Anfragen durch die Modelle der künstlichen Intelligenz bearbeitet werden, die beteiligten Auftragsbearbeiter und die Zugangsbedingungen zu vertraulichen Angaben.
Jurata und Silex sind zwei schweizerische Unternehmen, die erklären, die Daten ihrer Kundschaft nicht zum Training ihrer Modelle der künstlichen Intelligenz zu verwenden.
Jurata: Speicherung in der Schweiz und mögliche Bearbeitung in der Europäischen Union
Nach Angaben von Jurata werden die Gespräche und Dokumente der Nutzenden in verschlüsselter Form in der Schweiz gespeichert, auf der Infrastruktur von Microsoft Azure, in der Region Switzerland North.
Die Bearbeitung der Anfragen durch die Modelle der künstlichen Intelligenz, auch Inferenz genannt, kann jedoch über Azure-Dienste in der Schweiz oder in der Europäischen Union erfolgen.
Jurata präzisiert, dass dieser Betrieb keine Speicherung der Daten beim Anbieter des verwendeten Modells bedeutet.
Das Unternehmen veröffentlicht auch eine Stellungnahme der Kanzlei Walder Wyss zu Fragen des Berufsgeheimnisses und des Datenschutzes im Zusammenhang mit der Nutzung seiner Plattform.
Silex: Hosting der Daten in der Schweiz bei Infomaniak
Silex gibt an, die Daten seiner Kundschaft in der Schweiz bei Infomaniak zu hosten.
Nach Angaben des Anbieters sind die Informationen zwischen den verschiedenen nutzenden Organisationen getrennt, und die an die Plattform übermittelten Dateien dienen nicht dem Training seiner Modelle der künstlichen Intelligenz.
Dieser Ansatz kann für Fachpersonen von Interesse sein, die für die Bearbeitung ihrer Akten eine schweizerische Infrastruktur privilegieren möchten.
Welche Punkte vor der Wahl prüfen?
Der angekündigte Hauptunterschied betrifft die technische Infrastruktur und die mögliche Lokalisierung der Bearbeitung der Anfragen.
Jurata stützt sich auf Microsoft Azure, mit Speicherung in der Schweiz und einer Inferenz, die in der Schweiz oder in der Europäischen Union stattfinden kann. Silex hebt ein Hosting der Daten in der Schweiz bei Infomaniak hervor.
Bevor Sie eine dieser Lösungen übernehmen, ist es wichtig, die vertraglichen Bedingungen, die tatsächlich eingesetzten Dienstleister, die Lokalisierung der Bearbeitungen und die Personen zu prüfen, die Zugang zu den Dokumenten haben könnten.
Um diese Fragen zu vertiefen, lesen Sie die Seite zur Sicherheit von Silex sowie unseren Artikel über künstliche Intelligenz und den Datenschutz.
Einbindung in die in Kanzleien genutzten Programme
Die Einbindung in Fachsoftware kann die tägliche Nutzbarkeit eines juristischen Assistenten erheblich beeinflussen.
Eine Lösung, die direkt aus den gewohnten Werkzeugen der Kanzlei zugänglich ist, begrenzt namentlich Anwendungswechsel und vereinfacht bestimmte Arbeitsschritte.
Jurata: eine privilegierte Integration mit Microsoft Word
Jurata legt besonderen Akzent auf sein Microsoft-Word-Add-in, verfügbar in den Formeln Pro und Max.
Diese Integration ermöglicht Fachpersonen, Recherchen durchzuführen, Passagen zu verfassen und Dokumente direkt aus Word gegenzulesen, namentlich dank der Nachverfolgung der Änderungen.
Die Plattform bietet auch eine einmalige Anmeldung mit Microsoft- oder Google-Konten, um den Zugang zum Dienst zu vereinfachen.
Silex: Einbindungen in schweizerische Fachsoftware
Silex sucht stärker, seine Funktionen in die Programme einzubinden, die Rechtsfachleute in der Schweiz bereits nutzen.
Die Integration von Silex in WinLex und SkyLex ermöglicht namentlich, juristische Recherchen direkt aus diesen Aktenverwaltungsprogrammen durchzuführen.
Die Partnerschaft zwischen Silex und MCR Solutions verfolgt ein ähnliches Vorgehen, mit dem Ziel, die Nutzung juristischer künstlicher Intelligenz in bestehenden Arbeitsabläufen zu erleichtern.
Sie können auch die Mitteilungen zur Partnerschaft zwischen Silex und EXPERTsuisse sowie zur Einführung von Silex bei Bordier & Cie lesen.
Die Wahl hängt namentlich von Ihrer Arbeitsumgebung ab: Fachpersonen, die Microsoft Word intensiv nutzen, können sich für die Funktionen von Jurata interessieren, während jene, die mit bestimmten schweizerischen Verwaltungsprogrammen arbeiten, die von Silex angebotenen Integrationen prüfen können.
Preise von Jurata und Silex: worin liegen die Unterschiede?
Jurata und Silex bieten mehrere Abonnementsformeln an, ihre Preismodelle sind jedoch unterschiedlich organisiert.
Preise von Jurata
Jurata bietet drei Hauptformeln, abgerechnet pro Nutzerin oder Nutzer, zu denen ein Enterprise-Angebot auf Offerte hinzukommt.
Nach der vom Anbieter angegebenen Preisliste sind die monatlichen Preise mit jährlicher Bindung und Abrechnung, ohne Mehrwertsteuer, die folgenden:
- Entry: 130 CHF pro Nutzerin oder Nutzer und Monat.
- Pro: 160 CHF pro Nutzerin oder Nutzer und Monat.
- Max: 400 CHF pro Nutzerin oder Nutzer und Monat.
Bei Wahl einer monatlichen Abrechnung unterscheiden sich die angekündigten Preise:
- Entry: 165 CHF pro Nutzerin oder Nutzer und Monat.
- Pro: 200 CHF pro Nutzerin oder Nutzer und Monat.
- Max: 500 CHF pro Nutzerin oder Nutzer und Monat.
Jurata bietet auch eine siebentägige Testphase. Unternehmen mit besonderen Bedürfnissen können ein an ihre Organisation angepasstes Enterprise-Angebot verlangen.
Preise von Silex
Silex stellt mehrere Monatsformeln in Schweizer Franken vor, konzipiert für einzelne Nutzende oder für Teams:
- Solo: 149 CHF pro Monat für eine Nutzerin oder einen Nutzer.
- Team: 490 CHF pro Monat für ein Team von höchstens fünf Nutzerinnen und Nutzern.
- Enterprise: 895 CHF pro Monat für ein Team von höchstens zehn Nutzerinnen und Nutzern.
Die Merkmale dieser Abonnemente sind auf den Seiten Preise und Lösungen von Silex im Detail beschrieben.
Wie die Preise der beiden Plattformen vergleichen?
Ein direkter Vergleich der angegebenen Beträge reicht nicht aus, um festzustellen, welche Lösung die wirtschaftliche ist.
Jurata wendet eine Preisgestaltung pro Nutzerin oder Nutzer an, mit Funktionen und Nutzungsgrenzen, die je nach gewählter Formel variieren.
Silex bietet ein Einzelabonnement sowie Pauschalen, die mehrere Mitglieder eines Teams abdecken.
Um die Kosten korrekt zu vergleichen, ist es vorzuziehen, den Jahresbetrag entsprechend der tatsächlichen Zahl der Nutzenden und der benötigten Funktionen zu berechnen, namentlich den Zugang zum Word-Add-in, die Kapazitäten der Dokumentenanalyse und die Werkzeuge der Aktenverwaltung.
Die genannten Preise entsprechen den Angaben im Ursprungstext und sind vor einem Abschluss bei den Anbietern zu bestätigen.
Jurata oder Silex: Vergleichstabelle der wichtigsten Unterschiede
Die folgende Tabelle stellt die wesentlichen Merkmale von Jurata und Silex dar, um ihren Vergleich zu erleichtern.
Um weitere Lösungen zu entdecken, lesen Sie unseren Artikel zu den Alternativen zur juristischen künstlichen Intelligenz, unseren Vergleich Omnilex oder Silex sowie unsere Darstellung der Legaltech-Lösungen in der Schweiz.
Fazit: soll man Jurata oder Silex wählen?
Jurata und Silex sind zwei schweizerische juristische Assistenten mit einem gemeinsamen Ziel: Recherche, Analyse und Verfassen zu erleichtern, gestützt auf Rechtsquellen, die Fachpersonen prüfen können.
Im Unterschied zu einem Vergleich zwischen einem allgemeinen Werkzeug und einer spezialisierten Lösung beruht die Wahl zwischen diesen beiden Plattformen vor allem auf ihren ergänzenden Funktionen, ihrer Infrastruktur und ihrer Einbindung in die Arbeitsumgebung.
Jurata Legal Agent zeichnet sich namentlich durch seinen Ansatz der juristischen Recherche, sein System der automatischen Zitateprüfung und seine Integration in Microsoft Word aus. Diese Funktionen können besonders interessant sein für Fachpersonen, die einen wesentlichen Teil ihrer Tätigkeit dem Verfassen und Gegenlesen von Dokumenten widmen.
Silex legt den Akzent auf die Recherche im schweizerischen Recht, verbunden mit den Dokumenten der Akten. Die Plattform bietet auch Funktionen zur Anonymisierung, juristischen Übersetzung, zum Versionsvergleich und zur Erstellung von Protokollen sowie Einbindungen in bestimmte schweizerische Fachprogramme.
Die Bedingungen des Hostings und der Datenbearbeitung sind ebenfalls ein wichtiges Kriterium. Jurata nutzt eine Microsoft-Azure-Infrastruktur, mit Speicherung in der Schweiz und möglicher Inferenz in der Europäischen Union. Silex gibt an, die Daten in der Schweiz bei Infomaniak zu hosten.
Die Wahl hängt deshalb in erster Linie von Ihren täglichen Bedürfnissen ab. Wenn Sie einen eng in Microsoft Word integrierten Assistenten mit automatischer Zitateprüfung suchen, verdient Jurata eine Prüfung. Wenn Sie die Recherche im schweizerischen Recht, die Nutzung interner Dokumente und die Einbindungen in Aktenverwaltungssoftware privilegieren möchten, kann Silex Ihrer Organisation stärker entsprechen.
In beiden Fällen ist empfohlen, die Plattformen an echten Rechtsfragen zu testen und die Relevanz der Antworten, die Qualität der Nachweise und deren Eignung für Ihre berufliche Praxis zu prüfen.
Um die Funktionen von Silex konkret kennenzulernen, können Sie eine Demonstration buchen.
Wenn Sie eher eine Lösung für den privaten Gebrauch suchen, lesen Sie unseren Leitfaden zur juristischen künstlichen Intelligenz für Private.
Häufige Fragen zu Jurata und Silex
Bieten Jurata und Silex dieselben Funktionen?
Jurata und Silex weisen mehrere Gemeinsamkeiten auf. Beide Plattformen ermöglichen, das schweizerische Recht zu recherchieren und zu analysieren, gestützt auf einsehbare Rechtsquellen.
Ihre Unterschiede betreffen vor allem die ergänzenden Werkzeuge. Jurata legt stärkeren Akzent auf die automatische Zitateprüfung und die Integration in Microsoft Word. Silex bietet namentlich Funktionen zur Analyse interner Akten, zur Anonymisierung, Übersetzung, zum Dokumentenvergleich und zur Erstellung von Protokollen.
Werden die Daten von Jurata vollständig in der Schweiz bearbeitet?
Nicht zwingend. Nach Angaben von Jurata werden die Gespräche und Dokumente in verschlüsselter Form in der Schweiz gespeichert, auf der Infrastruktur von Microsoft Azure. Die Bearbeitung der Anfragen durch die Modelle der künstlichen Intelligenz kann jedoch in der Schweiz oder in der Europäischen Union erfolgen.
Es ist deshalb wichtig, die vertraglichen Bedingungen und die tatsächliche Lokalisierung der Datenbearbeitung zu prüfen, bevor die Plattform für vertrauliche Akten genutzt wird.
Nutzt Silex die Dokumente seiner Kundschaft zum Training seiner Modelle?
Nach Angaben von Silex werden die von der Kundschaft übermittelten Dokumente und Dateien nicht zum Training seiner Modelle der künstlichen Intelligenz verwendet.
Der Anbieter gibt zudem an, die Daten in der Schweiz bei Infomaniak zu hosten und ihre Trennung zwischen den verschiedenen nutzenden Organisationen sicherzustellen.


