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Notarielle Due Diligence durch KI: Methode, Ergebnisse und Grenzen

August 20, 2026

Bei der KI-gestützten Due Diligence für Notare liest ein Tool umfangreiche Akten, bevor die menschliche Prüfung erfolgt. Grundbücher, Mietverträge, frühere Urkunden, Anhänge: Die KI extrahiert, gleicht ab und meldet Auffälligkeiten.

Sie beglaubigt nichts. Sie ersetzt nicht das Grundbuchamt. Sie übernimmt keinerlei Haftung. Silex unterstützt das Notariat dabei, Dokumente zu analysieren, mit der Rechtslage abzugleichen und diesen ersten Durchlauf zu strukturieren.

Kurz gesagt: Was die KI leisten muss

Ein sinnvoller Einsatz geht über das bloße „Zusammenfassen der Akte“ hinaus. Ziel ist ein Arbeitsergebnis: ein Verzeichnis der erhaltenen, fehlenden oder unleserlichen Dokumente, eine Chronologie der Übertragungen, Inkonsistenzen zwischen den Dokumenten sowie ein Memo mit den vor dem Termin zu prüfenden Punkten.

Jeder Hinweis muss auf das Originaldokument verweisen. Dieses Memo ist keine Rechtsberatung. Es ist ein Werkzeug für den Notar und die Sachbearbeiter.

Was ist das?

Im Notariat bezeichnet Due Diligence die Prüfungsarbeit vor der Beurkundung. Man kontrolliert Eigentumsverhältnisse, Belastungen, Bedingungen und die Konsistenz der Unterlagen.

Die KI fungiert als erster Leser. Sie bereitet vor. Sie entscheidet nicht.

Siehe auch KI für Notare und KI und Notariat.

Wo die KI wirklich Zeit spart

Das Problem ist nicht das Lesen eines einzelnen Dokuments. Es ist der Abgleich der gesamten Akte.

Ein Vorvertrag nennt eine bestimmte Fläche. Ein Gutachten nennt eine andere. Eine alte Urkunde erwähnt eine Dienstbarkeit. Eine neuere Urkunde lässt sie weg. Solche Abweichungen übersieht man bei einer schnellen Durchsicht leicht.

Genau dafür ist die KI da: dieselben Daten von Dokument zu Dokument zu vergleichen. Daten. Identitäten. Beträge. Objektbezeichnungen. Noch offene Bedingungen. Und bei Bedarf der Abgleich mit den Rechtsquellen.

Was Sie das Tool fragen sollten

Fordern Sie eine strukturierte Ausgabe an, keinen langen Fließtext. Die Abschnitte: Verkäufer, Käufer, Stockwerkeigentum, Vermieter, Kreditgeber. Die Chronologie: Datum, Art der Urkunde, Gegenstand, erwähnte Lasten. Die kritischen Klauseln: Dienstbarkeiten, Vorbehalte, Unveräußerlichkeitsklauseln, aufschiebende Bedingungen.

Abweichungen: Was sich von einem Dokument zum anderen ändert. Lücken: Fehlende Unterlagen, fehlende Daten, nicht beigefügte Anhänge. Fragen: Was bei den Parteien oder in den Registern nachgefragt werden muss. Bestehen Sie zudem auf den Zugriff auf das Originaldokument. Ohne Quellenangabe ist der Hinweis nicht verwertbar. Siehe KI-Rechtsanalyse.

Typische Unstimmigkeiten, die gemeldet werden sollten

Eine Objektbezeichnung, die sich von Urkunde zu Urkunde unterscheidet. Eine Fläche oder Parzellen, die nicht übereinstimmen. Ein Preis, eine Frist oder eine Bedingung, die widersprüchlich sind. Abweichende Identitäten oder Zivilstände. Eine Dienstbarkeit, die einmal erwähnt und dann vergessen wurde. Ein Mietvertrag, dessen Dauer oder Zweckbestimmung Fragen aufwirft. Ein abgelaufenes, unleserliches oder nicht unterzeichnetes Dokument.

Jeder Hinweis muss auf ein Dokument verweisen. Ohne Quellenangabe ist der Hinweis nicht verwertbar.

Was die KI niemals ersetzen darf

In der Schweiz untersteht das Notariat weitgehend dem kantonalen Recht. Die Beurkundung bleibt menschlich. Die Beratung bleibt menschlich.

Die KI ersetzt weder die Prüfung im Grundbuch noch offizielle Auszüge und Eintragungen. Sie bewertet nicht den Willen der Parteien. Sie verfasst die Urkunde nicht und liest sie nicht anstelle des Notars.

Eine generierte Zusammenfassung ist kein validierter Eigentumsnachweis. Ein öffentlich zugänglicher Chatbot ist keine geeignete Umgebung für personenbezogene Dokumente. Siehe ChatGPT vs. Silex und Claude vs. Silex.

6-Schritte-Methode

Zuerst indexieren: erhaltene, fehlende, unleserliche Dokumente. Dann klassifizieren: Titel, Vorverträge, Mietverträge, Anhänge, Korrespondenz. Danach extrahieren: Parteien, Daten, Beträge, kritische Klauseln. Anschließend abgleichen: dieselben Daten von Dokument zu Dokument vergleichen.

Danach prüfen: jeden Hinweis in der Quelle und anschließend in den Registern erneut aufrufen. Schließlich dokumentieren: wer hat Korrektur gelesen, was ist bestätigt, was bleibt offen.

Die KI beschleunigt die Indexierung, Klassifizierung, Extraktion und den Abgleich. Ab dem 26. August 2026 ermöglicht Silo die Abfrage dieser Dokumente in Silex und den Rückgriff auf das Originaldokument. Ein bald verfügbarer Aktenanalyse-Agent wird einen ersten Durchlauf des gesamten Korpus vornehmen. Die Prüfung und Dokumentation bleiben menschliche Aufgaben.

Vor Termin oder Unterschrift prüfen

Gibt es für jede Warnmeldung ein Quelldokument? Wurden Diskrepanzen bei Flächenangaben, Preisen oder Identitäten geklärt? Wurden Dienstbarkeiten und Lasten mit dem Register abgeglichen?

Sind die noch offenen aufschiebenden Bedingungen identifiziert? Werden fehlende Unterlagen klar angemahnt? Wurde das Memo vom beurkundenden Notar gegengelesen?

Vertraulichkeit

Notarielle Akten enthalten sensible Daten. Identitäten, Vermögenswerte, Finanzen: Alles muss geschützt bleiben.

Vor der Nutzung eines Tools: Wo liegen die Daten? Wer hat Zugriff darauf? Werden sie zum Training eines Modells verwendet? Sind sie zwischen Organisationen isoliert?

Siehe Silex-Sicherheit und KI und Datenschutz. Quelle: EDÖB – KI und Datenschutz.

Für wen ist das nützlich?

Für Notare: Vorbereitung ohne Delegation der Entscheidung. Siehe KI für Notare. Für Notarfachangestellte: Erster Durchgang, zu prüfende Punkte, Zusammenfassung. Siehe KI im Notariat.

Für Anwälte: Vertragsprüfung im Zusammenhang mit der Transaktion. Siehe KI für Anwälte. Für Unternehmensjuristen: dieselbe dokumentarische Logik. Siehe KI für Unternehmen.

So wählen Sie das richtige Tool

Kann das Tool wirklich mehrere Dokumente gleichzeitig lesen? Verweist jede Warnmeldung auf eine Quellseite? Lässt sich das Dossier mit dem Schweizer Recht abgleichen?

Werden die Daten in der Schweiz gehostet, vom Training ausgeschlossen und zwischen den Kanzleien isoliert? Erfordert der Workflow eine menschliche Validierung? Siehe das Produkt Silex und die Lösungen.

Die Rolle von Silex

Silex hilft dabei, eine Due Diligence übersichtlicher zu gestalten. Dossiers hinterfragen. Abweichungen aufzeigen. Zusammenfassungen erstellen. Und anschließend prüfen. Drei Neuerungen, die in derselben Umgebung bleiben.

Silo, ab dem 26. August 2026

Silo durchsucht die Dokumente der Kanzlei direkt aus Silex heraus. Grundbuchauszüge, Mietverträge, Vorlagen, Anhänge. Zudem setzt es diese in Bezug zu juristischen Quellen.

Jede Antwort ist mit Quellen belegt. Sie können direkt zum Originaldokument zurückkehren. Die in Silo Storage importierten Dateien werden in der Schweiz bei Infomaniak in einer souveränen Cloud gehostet. Sie werden nicht zum Training der Modelle verwendet und nicht mit anderen Organisationen geteilt.

Dossieranalyse, bald verfügbar

Der Agent verarbeitet ein vollständiges Dossier in einem Durchgang. Dokumente, Korrespondenz, Schriftsätze, PDFs, Audioaufnahmen sowie eine Beschreibung des Vorgangs und Ihre Anweisungen.

Angestrebtes Ergebnis: Zusammenfassung, Kernpunkte, fehlende Elemente, kritische Punkte, Dokumententwürfe. Dies ist ein erster Entwurf. Das Grundbuchamt und die Beurkundung bleiben außerhalb der KI.

Neue Pakete, ab dem 26. August 2026

Die Pakete beinhalten Silo und die neuen KI-Agenten. Speicherplatz und Credits sind auf das jeweilige Angebot zugeschnitten. Siehe Preise.

Das Ziel ist nicht die Automatisierung des Rechtsakts, sondern eine zuverlässigere erste Prüfung. Um es zu testen, buchen Sie eine Demo oder kontaktieren Sie das Team. Weitere Informationen: Produkt, FAQ und Rechtsbeobachtung.

FAQ: KI-gestützte Due Diligence für Notare

Was ist eine KI-gestützte Due Diligence für Notare?

Es ist der Einsatz von KI, um Dokumente zu extrahieren, abzugleichen und Warnhinweise in einer Akte zu identifizieren, bevor eine menschliche Prüfung erfolgt.

Welche Ergebnisse sollten erwartet werden?

Ein Dokumentenverzeichnis, eine Chronologie der Übertragungen, eine Auflistung der Unstimmigkeiten sowie ein Fragenkatalog. Kein abschließendes Rechtsgutachten.

Kann die KI das Grundbuch ersetzen?

Nein. Sie bereitet vor. Die offiziellen Auszüge und die Beglaubigung bleiben menschliche Aufgaben.

Was ist das größte Risiko?

Sich auf eine Zusammenfassung zu verlassen, ohne das Dokument erneut zu prüfen oder die Register abzugleichen.

Kann man einen handelsüblichen Chatbot verwenden?

Nein, sobald personenbezogene Daten im Spiel sind. Es ist ein professionelles Tool erforderlich, das innerhalb von Organisationen isoliert ist.

Wie kann man die gesamte Akte in Silex abfragen?

Mit Silo können Sie ab dem 26. August 2026 Ihre Dokumente abfragen und mit der Rechtslage abgleichen. Sie gelangen direkt zum Originaldokument. Ein bald verfügbarer Aktenanalyse-Assistent wird in der Lage sein, einen gesamten Korpus auf einmal zu bearbeiten.

Ist Silex für ein Notariat geeignet?

Ja, für die Recherche, Analyse und Zusammenfassung von Dokumenten, stets mit menschlicher Validierung. Siehe auch KI-Jurist.