
Schweizer Legaltech umfasst digitale Werkzeuge für die Rechtsbranche. Recherche. Aktenverwaltung. Verträge. Signatur. Compliance. KI.
Die entscheidende Frage lautet nicht: „Was ist die beste Legaltech?“, sondern: Welches Werkzeug für welchen Bedarf und mit welchem Risiko? In der Schweiz spielen zudem das lokale Recht, die Sprachen und das Berufsgeheimnis eine zentrale Rolle. Silex gehört zur Kategorie der quellenbasierten Rechts-KI, die mit internen Korpora und Agenten in einer geschlossenen Umgebung arbeitet.
Kurz gesagt: Welches Werkzeug für welchen Bedarf?
Für die Suche nach Gesetzen oder Urteilen: eine Datenbank, gefolgt von einer quellenbasierten Rechts-KI. Um eigene Dokumente zu analysieren und mit dem Recht abzugleichen: eine Rechts-KI mit isoliertem internen Korpus, Silo ab dem 26. August 2026. Für die Verwaltung von Akten, Fristen und Dokumenten: eine Kanzleisoftware, kein Chatbot.
Für den Vertragsvergleich: ein Dokumentenprüfungstool oder eine Analyse-KI. Für Signatur und Austausch: elektronische Signaturen und künftig justitia.swiss. Für die Umformulierung nicht sensibler Texte: eine allgemeine KI, jedoch mit Vorsicht.
Rechts-KI ist ein Teilbereich der Legaltech, aber nicht die gesamte Legaltech. Für einen Vergleich verschiedener KIs siehe innovative Alternativen für Rechts-KI.
Warum der Schweizer Markt anders ist
Das Recht ist auf Bundes- und Kantonsebene geregelt. Das Land ist mehrsprachig. Das Berufsgeheimnis ist strafrechtlich geschützt.
Ein für andere Länder konzipiertes Werkzeug mag zwar benutzerfreundlich sein, ist aber nicht zwingend für unsere Verhältnisse geeignet. Es kann fehlerhaft zitieren, Kantone verwechseln oder Daten gefährden.
Gehen Sie vom Bedarf aus, nicht von der Marke. Siehe Legal-KI.
Die 6 Werkzeugkategorien
1. Rechtsrecherche
Zugang zu Gesetzen, Rechtsprechung und Lehrmeinungen. Wählen Sie diese Option, wenn Ihr Engpass darin besteht, die richtige Quelle zu finden. Siehe KI-Rechtsprechung.
2. Juristische KI
Suchen, analysieren, zusammenfassen, verfassen – unter menschlicher Aufsicht. Ab dem 26. August 2026 ermöglichen einige Schweizer Plattformen zusätzlich die Abfrage interner Datenbestände. Ein Agent zur Aktenanalyse kann folgen. Wählen Sie diese Option, wenn Sie eine erste fundierte Analyse wünschen, auch auf Basis Ihrer eigenen Dokumente. Vermeiden Sie einen allgemeinen Chatbot, sobald es um ein Kundenmandat geht. Siehe KI-Rechtsanalyse und ChatGPT vs. Silex.
3. Kanzleimanagement
Akten, Fristen, Dokumente, Abrechnung, Zusammenarbeit. Wählen Sie diese Option, wenn das Problem die Organisation ist, nicht die Recherche. Eine KI ersetzt keine gute Fachsoftware. Die Neuigkeit Silex in WinLex und SkyLex zeigt den Vorteil einer in die Akte integrierten Suche.
4. Verträge
Erstellen, vergleichen, Klauseln extrahieren. Wählen Sie diese, wenn das Vertragsvolumen der eigentliche Kostenfaktor ist. Die Validierung bleibt menschlich.
5. Compliance und Daten
Regulatorische Überwachung, Register, Datenschutz. Wählen Sie diese, wenn es darum geht, einen Prozess nachzuweisen, statt ein Memo zu verfassen.
6. Signatur und Kommunikation
Austausch formalisieren. Das ist keine KI. Das ist Infrastruktur. Justitia 4.0 folgt für die Justiz genau diesem Ansatz.
Justitia 4.0: Was sich ändert, was nicht verpflichtend ist
Justitia 4.0 digitalisiert die Schweizer Justiz. Elektronische Dossiers. Kommunikation über die Plattform justitia.swiss. Rechtsgrundlage: BGJ.
Für Anwälte ändert sich der Alltag. Die Kommunikation muss elektronisch erfolgen. Zudem sind saubere digitale Dossiers erforderlich.
Justitia 4.0 schreibt nicht vor, eine KI zu kaufen. Sie macht ein gutes Dokumentenmanagement nützlicher. Die Vorbereitung von Unterlagen, Fristen und Arbeitsabläufen ist bereits Legaltech.
Fragen vor dem Kauf
Verlangen Sie schriftliche Antworten. Nicht nur eine flüssige Demo. Welches konkrete Problem löst das Tool bei Ihnen? Arbeitet es wirklich mit Schweizer Recht, einschliesslich kantonalem Recht? Öffnet sich jedes Zitat mit der Quelle, einschliesslich der internen Unterlagen?
Wo werden die Daten gespeichert, verarbeitet und protokolliert? Werden sie zum Training eines Modells verwendet? Sind interne Dokumente zwischen Organisationen isoliert? Unterliegt der Anbieter Schweizer Recht? Lässt sich das Tool in die Kanzleisoftware, Word oder das Dossier integrieren? Wer validiert, bevor ein Text die Kanzlei verlässt?
Der Schweizerische Anwaltsverband stellt klar: KI kann unterstützen, doch die Verantwortung bleibt beim Anwalt. Quelle: Schweizerischer Anwaltsverband.
Sicherheit: Das entscheidende Ausschlusskriterium
Eine Rechtsakte enthält sensible Daten. Das Anwaltsgeheimnis ist kein Marketing-Gag.
Bevor Sie ein Dokument hochladen: Wo liegen die Daten? Wer hat Zugriff darauf? Werden sie zum Training eines Modells verwendet? Sind sie zwischen Organisationen isoliert? Ein Hosting in der Schweiz ist oft ein entscheidendes Kriterium. Ein Label allein reicht nicht aus.
Siehe Silex-Sicherheit und KI und Datenschutz. Quelle: EDÖB – KI und Datenschutz.
6-Schritte-Methode
Definieren Sie zuerst den Hauptbedarf: Recherche, interner Wissensbestand, Akten, Verträge oder Entwürfe. Wählen Sie dann die passende Kategorie: ein spezialisiertes Fach-Tool, keine generische „Legaltech-Lösung“. Legen Sie anschließend die Regeln fest: Welche Daten werden genutzt, wer gibt sie frei, wie wird zitiert?
Testen Sie das Tool dann 10 Tage lang an 3 echten Fällen, ohne Daten in ein unsicheres System einzuspeisen. Messen Sie die Ergebnisse: Zeitersparnis, Quellenangaben, vermiedene Fehler. Weiten Sie den Einsatz erst aus, wenn der Test erfolgreich war. Schulen Sie danach das Team.
Kanzleien, die erfolgreich vorankommen, fangen klein an. Sie führen nicht alles auf einmal ein.
Häufige Fehler
Mandantendaten in ChatGPT kopieren. Den internen Wissensbestand in ein Tool einspeisen, das keine Isolierung zwischen Organisationen bietet. KI kaufen, um ein Ablageproblem zu lösen. Justitia 4.0 mit einem KI-Tool verwechseln. Ein Tool nach der Sprachgewandtheit beurteilen statt nach der Quellenqualität. Das Team nicht in den Grenzen der KI und der Notwendigkeit der Überprüfung schulen.
Wer nutzt es?
Anwälte: Recherche, Zusammenfassung, Prüfung. Siehe KI für Anwälte. Unternehmensjuristen: Verträge, Monitoring, Vermerke. Siehe KI für Juristen und KI für Unternehmen.
Notare: Dossier-Vorbereitung. Siehe KI für Notare und KI für das Notariat. Studierende: Recherchemethodik. Siehe KI für Studierende.
Auch Banken und Institutionen: BCGE, Bordier & Cie.
Die Rolle von Silex
Silex ist eine Schweizer KI für Rechtsfragen. Sie unterstützt Sie bei der Recherche, Analyse und Erstellung von Dokumenten. Sie ersetzt weder den Anwender noch eine Kanzleisoftware. Drei Neuerungen ergänzen nun das bestehende Angebot.
Silo, ab dem 26. August 2026
Silo durchsucht Ihre eigenen Dokumente direkt aus Silex heraus – seien es Akten, Verträge, Vorlagen oder interne Unterlagen. Zudem verknüpft es diese mit juristischen Quellen.
Jede Antwort ist mit Quellen belegt, sodass Sie direkt zum Originaldokument gelangen. Die in Silo Storage hochgeladenen Dateien werden in der Schweiz bei Infomaniak in einer souveränen Cloud gehostet. Sie werden weder zum Training der Modelle verwendet noch mit anderen Organisationen geteilt.
Aktenanalyse, bald verfügbar
Der Agent verarbeitet eine vollständige Akte in einem Durchgang: Dokumente, Korrespondenz, Schriftsätze, PDFs, Audioaufnahmen sowie eine Fallbeschreibung und Ihre Anweisungen.
Das Ziel: Zusammenfassungen, Kernpunkte, fehlende Informationen, kritische Aspekte und Dokumententwürfe. Es handelt sich um einen ersten Entwurf, die finale Prüfung bleibt in Ihrer Hand.
Neue Abos, ab dem 26. August 2026
Die Pakete beinhalten Silo sowie die neuen KI-Agenten. Speicherplatz und Kontingente sind auf das jeweilige Angebot abgestimmt. Siehe Preise.
Zum Produkt, zu den Lösungen und den Partnern. Hilfreiche Vergleiche: Swisslex vs. Silex, Weblaw vs. Silex, Harvey AI vs. Silex. Um es zu testen, buchen Sie eine Demo oder kontaktieren Sie das Team. Ergänzungen: FAQ und Rechtsbeobachtung.
FAQ: Legaltech Schweiz
Was ist Legaltech in der Schweiz?
Dabei handelt es sich um digitale Werkzeuge für Rechtsexperten in der Schweiz: Recherche, Verwaltung, Verträge, Signatur, Compliance und KI.
Sind Legaltech und juristische KI dasselbe?
Nein. KI ist ein Teilbereich. Legaltech umfasst auch Tools ohne KI.
Wo fängt man an?
Benennen Sie ein Hauptbedürfnis. Wählen Sie die Tool-Kategorie. Legen Sie Regeln fest. Testen Sie 10 Tage lang. Messen Sie die Ergebnisse.
Schreibt Justitia 4.0 eine KI vor?
Nein. Sie digitalisiert die juristische Kommunikation. Sie erzwingt keinen Kauf von KI.
Warum ist das Hosting in der Schweiz wichtig?
Weil die Akten vertraulich sind. Das Berufsgeheimnis und das DSG erfordern klare Garantien.
Kann man bei einer Schweizer Legaltech-Lösung seine eigenen Dokumente abfragen?
Ja, sofern das Tool den Datenbestand isoliert, die Originalquelle zitiert und seine Modelle nicht damit trainiert. Mit Silo verknüpft Silex ab dem 26. August 2026 Ihre Dokumente mit seinen juristischen Quellen. Schweizer Hosting bei Infomaniak. Kein Datenaustausch zwischen Organisationen.
Ist Silex eine Schweizer Legaltech?
Ja, aus der Familie der quellenbasierten juristischen KI. Sie unterstützt bei der Recherche, Analyse und Erstellung von Dokumenten. Ab dem 26. August 2026 ergänzt Silo dies um den internen Datenbestand. Die Aktenanalyse folgt. Die Validierung bleibt in menschlicher Hand.


