
KI kann bei der Vorbereitung eines Nachlassdossiers helfen. Sie dient dazu, Unterlagen zu ordnen, ein Inventar zu erstellen und auf fehlende Dokumente hinzuweisen. Sie erstellt keine offiziellen Urkunden.
Sie stellt keinen Erbschein aus. Sie entscheidet nicht über Annahme oder Ausschlagung der Erbschaft. Silex hilft dabei, Unterlagen zu prüfen, sie mit der Rechtslage abzugleichen und das Dossier zu strukturieren.
Kurz gesagt: Was die KI leisten sollte
Ein sinnvoller Einsatz beschränkt sich nicht darauf, das Testament zusammenzufassen. Ziel ist ein Arbeitsergebnis: ein Verzeichnis der erhaltenen, fehlenden oder unleserlichen Dokumente; ein Inventar der Aktiven und Passiven mit Quellenangabe; eine Zusammenfassung der Verfügungen, Vermächtnisse, Auflagen, Willensvollstrecker und Unklarheiten; die zu beachtenden Fristen; sowie Fragen, die vor dem Notartermin geklärt werden sollten.
Dieses Dossier ist kein Erbschein. Es ist keine Erbteilung. Es ist eine Vorbereitung.
Was bedeutet „Erbgang“ in der Schweiz?
Der Begriff umfasst im allgemeinen Sprachgebrauch verschiedene Dokumente. Je nach Kanton spricht man vor allem vom Erbschein als Nachweis der Erbenstellung gegenüber Dritten, vom Inventar der Aktiven und Passiven (teils mit öffentlichem Inventar), von der Erbteilung, von der Erbschaftssteuererklärung oder von öffentlichen Urkunden, etwa bei Immobilien.
Die zuständige Behörde variiert je nach Kanton. Dies kann ein Notar, ein Friedensrichter oder eine andere Behörde sein. Quellen: Fedlex und ch.ch – Erbschaft.
Was Sie vom Tool verlangen sollten
Fordern Sie eine strukturierte Ausgabe an, keinen langen Fließtext. Erblasser und Familie: erkennbare Verwandtschaftsverhältnisse, Güterstand, zu klärende Punkte. Verfügungen: Testament, Erbvertrag, Vermächtnisse, Auflagen, Willensvollstrecker. Aktiven: Konten, Immobilien, Versicherungen, BVG, Wertschriften, jeweils mit Quellenbeleg.
Passiven: Kredite, Rechnungen, Steuern, zweifelhafte Forderungen. Unstimmigkeiten: ein Konto, das nirgendwo sonst erwähnt wird, oder Beträge, die nicht zusammenpassen. Fehlendes: Bankbescheinigungen, Wertpapiere, Zivilstandsdokumente, frühere Schenkungen. Jede Zeile des Inventars muss auf eine Quelle verweisen. Ohne Beleg ist es nur eine Vermutung. Siehe KI-Rechtsanalyse.
Zu indexierende Dokumente
Personenstand: Sterbeurkunde, Familienbüchlein, Identität der Erben. Familie: Ehe, Scheidung, Partnerschaft, Güterstand. Verfügungen: Testament, Erbvertrag, frühere Schenkungen. Banken und Wertschriften: Auszüge zum Todestag, Verträge.
Immobilien: Grundbuchauszüge, Hypotheken, Schätzungen. Vorsorge: BVG, Versicherungen, 3. Säule. Schulden und Steuern: Kredite, Rechnungen, letzte Steuerveranlagungen.
Die KI weist auf fehlende Unterlagen hin. Sie beschafft jedoch keine offiziellen Dokumente für Sie.
Dringend zu beachtende Fristen
In der Schweiz sind zwei Fristen besonders wichtig. Sie berechnen sich ab dem Todestag oder ab Kenntnis der Erbenstellung. Klären Sie diese mit der zuständigen Fachperson im Kanton ab.
Öffentliches Inventar: meist ein Monat für den Antrag. Ausschlagung: meist drei Monate.
Die KI kann diese Fristen anzeigen. Sie entscheidet jedoch nicht über Annahme, Ausschlagung oder Inventarbegehren. Dies erfordert eine dringende menschliche Beratung.
Typische Unstimmigkeiten, auf die geachtet werden sollte
Ein im Dokument erwähnter Erbe, der im Testament fehlt, oder umgekehrt. Eine Immobilie ohne Grundbuchauszug in den Unterlagen. Ein Konto oder eine Versicherungspolice ohne Auszug zum Todestag. Hohe Abhebungen kurz vor dem Tod, die erklärungsbedürftig sind. Eine erwähnte Schenkung ohne Beleg. Eine Regelung aus einem anderen Kanton oder Land, die irrtümlich übernommen wurde.
Jeder Hinweis muss mit Seitenangabe versehen sein. Die endgültige Entscheidung trifft der Notar oder Anwalt.
Was die KI nicht ersetzen kann
Sie stellt keinen Erbschein aus. Sie führt keine offizielle Suche nach einem Testament durch. Sie berät nicht zur Annahme, Ausschlagung oder zum öffentlichen Inventar. Sie beglaubigt weder Erbteilungen noch Immobilienübertragungen. Sie erledigt keine Behördengänge bei Banken, Versicherungen oder dem Grundbuchamt.
Eine Zusammenfassung ist kein Rechtsakt. Das Tool beschleunigt die Vorbereitung. Die Fachperson sichert das Verfahren ab. Siehe KI Notar und KI Notariat.
6-Schritte-Methode
Zuerst indexieren: erhaltene, fehlende oder unleserliche Dokumente. Dann ordnen: Personenstand, Verfügungen, Banken, Immobilien, Schulden, Steuern. Danach extrahieren: mutmassliche Erben, Vermächtnisse, Aktiven, Passiven. Anschliessend abgleichen: Testament mit Dokumenten, Auszüge mit Erklärungen.
Anschließend prüfen: jede Warnung in der Quelle, jede Frist gegenüber dem Kanton. Schließlich übermitteln: ein klares Memo an den Notar, kein „generiertes“ Dokument.
KI beschleunigt die Indizierung, Klassifizierung, Extraktion und den Abgleich. Ab dem 26. August 2026 ermöglicht Silo die Abfrage dieser Unterlagen in Silex und den direkten Zugriff auf das Dokument. Ein bald verfügbarer Aktenanalyse-Agent wird eine erste Durchsicht des gesamten Korpus vornehmen. Die Überprüfung und Übermittlung bleiben menschliche Aufgaben.
Prüfung vor dem Notartermin
Ist die Akte thematisch geordnet und sind Lücken identifiziert? Gibt es für jede Inventarposition ein Quelldokument? Wurden die Fristen für Inventar und Ausschlagung vermerkt?
Unterscheidet die Zusammenfassung des Testaments zwischen Fakten und Vermutungen? Wurden keine personenbezogenen Daten in einen öffentlichen Chatbot eingegeben? Sind die Dokumente in einem Tool gespeichert, das zwischen Organisationen isoliert ist? Hat der Fachmann vor dem Versand an die Erben Korrektur gelesen?
Für die vorausschauende Planung: KI für ein öffentliches Testament.
Vertraulichkeit
Eine Erbschaft betrifft Familie, Vermögen und manchmal auch Konflikte. Die Daten sind hochsensibel.
Vor der Nutzung eines Tools: Wo liegen die Daten? Wer hat Zugriff darauf? Werden sie zum Training eines Modells verwendet? Sind sie zwischen Organisationen isoliert?
Ein öffentlicher Chatbot ist nicht geeignet. Siehe Silex-Sicherheit, KI und Datenschutz und ChatGPT vs. Silex.
Quelle: EDÖB – KI und Datenschutz.
Für wen ist das nützlich?
Für Notare: Erstsichtung, Inventar, Zusammenfassung. Siehe KI für Notare. Für Anwälte: Recherche und Notizen. Siehe KI für Anwälte.
Für Juristen und Treuhänder: Dokumentenstrukturierung. Siehe KI für Juristen und KI für Unternehmen. Für Privatpersonen: Unterlagen vorbereiten, keine Urkunden erstellen. Siehe Rechts-KI für Privatpersonen.
Die Rolle von Silex
Silex unterstützt bei der Vorbereitung von Nachlassakten. Quellen suchen. Dokumente analysieren. Ein Inventar strukturieren. Und anschließend prüfen. Drei Neuerungen, die in derselben Umgebung bleiben.
Sie erstellt keine offiziellen Urkunden. Sie stellt keine Erbscheine aus.
Silo, ab dem 26. August 2026
Silo durchsucht Ihre Dokumente direkt aus Silex heraus. Testamente, Kontoauszüge, Wertpapiere, Verträge, Vorlagen. Zudem setzt es diese in Bezug zu juristischen Quellen.
Jede Antwort ist mit Quellen belegt. Sie können direkt auf das Originaldokument zugreifen. Die in Silo Storage hochgeladenen Dateien werden in der Schweiz bei Infomaniak in einer souveränen Cloud gehostet. Sie werden nicht zum Training der Modelle verwendet. Sie werden nicht mit anderen Organisationen geteilt.
Fallanalyse, bald verfügbar
Der Agent nimmt einen vollständigen Fall auf einmal entgegen. Dokumente, Korrespondenz, Schriftsätze, PDFs, Audioaufnahmen sowie eine Beschreibung des Nachlasses und Ihre Anweisungen.
Angestrebtes Ergebnis: Zusammenfassung, Kernpunkte, fehlende Unterlagen, zu beachtende Aspekte, Dokumentenentwürfe. Dies ist ein erster Durchgang. Kein Zertifikat. Keine Entscheidung über Annahme oder Ausschlagung.
Neue Pakete, ab dem 26. August 2026
Die Pakete beinhalten Silo und die neuen KI-Agenten. Speicherplatz und Guthaben sind auf jedes Angebot abgestimmt. Siehe die Preise.
Siehe das Produkt, die Lösungen und Legal KI. Zum Testen buchen Sie eine Demo oder kontaktieren Sie das Team. Ergänzungen: FAQ und Rechtliche Überwachung.
FAQ: KI für Erbgangsunterlagen
Kann eine KI eine Erbgangsbescheinigung erstellen?
Nein. Sie bereitet die Unterlagen vor. Die offizielle Beurkundung obliegt dem Notar oder der zuständigen Behörde.
Welche Ergebnisse sollten angefordert werden?
Ein Dokumentenverzeichnis, ein belegtes Inventar, eine Zusammenfassung der Bestimmungen sowie die zu beachtenden Fristen. Kein Zertifikat.
Kann eine KI einen Erbschein ausstellen?
Nein. Dieses Dokument wird gemäß kantonalem Recht ausgestellt.
Kann eine KI über Annahme oder Ausschlagung entscheiden?
Nein. Sie kann an Fristen erinnern. Die Beratung und die Entscheidung bleiben dem Menschen vorbehalten.
Kann eine Privatperson ihren Nachlass mit einem Chatbot regeln?
Nein. Ein Chatbot kann beim Sortieren der Unterlagen helfen. Er erstellt keine rechtsgültigen Dokumente. Personenbezogene Daten haben in öffentlich zugänglichen Tools nichts zu suchen.
Wie lassen sich Nachlassunterlagen in Silex abfragen?
Mit Silo können Sie ab dem 26. August 2026 Ihre Dokumente abfragen und mit der Rechtslage abgleichen. Sie gelangen direkt zum Originaldokument. Ein bald verfügbarer Analyse-Agent wird einen gesamten Korpus auf einmal auswerten können. Der Erbschein und die Ausschlagung bleiben von der KI ausgeschlossen.
Ersetzt Silex den Notar?
Nein. Silex unterstützt bei der Vorbereitung. Das Verfahren und die Verantwortung verbleiben beim Fachmann.


