
Ein rechtlicher Chatbot ist ein interaktiver Assistent. Man stellt eine Rechtsfrage, und er antwortet, fasst Dokumente zusammen oder hilft beim Verfassen von Texten.
Nicht alle Chatbots sind gleich. Manche nennen Quellen, andere nicht. Manche schützen Daten, andere nicht. Die wichtigste Regel lautet: Betrachten Sie jede Antwort als Entwurf und überprüfen Sie diese anschließend. Silex ist eine Schweizer KI für Rechtsfragen, die auf belegbare und überprüfbare Antworten ausgelegt ist.
Kurz gefasst: Was Sie tun sollten und was nicht
Empfohlen: Recherchieren, strukturieren, zusammenfassen und eigene Dokumente in einem professionellen Tool analysieren. Nicht empfohlen: Mandantendaten in einen öffentlich zugänglichen Chatbot kopieren.
Stets zu prüfen: Jedes Zitat, jede Originalquelle, jedes Datum. Stets beizubehalten: Die menschliche Letztentscheidung. Ein Chatbot bereitet vor, er ersetzt keine Rechtsberatung und übernimmt keine Haftung.
Zwei Arten von Chatbots, zwei Anwendungsbereiche
Oft werden zwei verschiedene Arten von Tools miteinander vermischt.
Der interne Chatbot unterstützt Anwälte, Juristen oder Notare bei der Recherche, Analyse und Texterstellung. Dies ist das Thema dieser Seite. Siehe Legal AI.
Der öffentliche Chatbotauf einer Website beantwortet Fragen von Besuchern. Er kann informieren oder weiterleiten, darf jedoch keine personalisierte Rechtsberatung erteilen. Zudem muss er klar als KI gekennzeichnet sein.
Wenn Sie einen Arbeitsassistenten suchen, bewerten Sie ihn nach Quellenqualität, Sicherheit und menschlicher Kontrolle – nicht nach der sprachlichen Gewandtheit.
Allgemeiner Chatbot oder spezialisiertes Tool?
ChatGPT oder Claude können Rechtsfragen beantworten. Ihre Texte sind oft flüssig formuliert, doch flüssig bedeutet nicht zuverlässig.
Ein allgemeiner Chatbot liefert eine plausible Antwort. Ein seriöses juristisches Tool basiert auf Quellen, ermöglicht den Zugriff auf Referenzen und unterscheidet zwischen Schweizer Recht und ausländischem Recht.
Wählen Sie ein allgemeines Modell um einen unkritischen Text umzuformulieren. Wählen Sie ein spezialisiertes Tool sobald eine Quelle zitiert werden muss, ein Dokument vorliegt oder ein interner Korpus genutzt wird. Siehe ChatGPT vs. Silex und Claude vs. Silex.
Nützliche Anwendungen im Alltag
Der Zeitgewinn liegt in den vorbereitenden Aufgaben. Bei der Recherche stellt man eine Frage, erhält erste Ansätze und prüft diese anschließend. Siehe KI Rechtsprechung. Bei internen Daten findet man Informationen in Akten, Verträgen oder Vorlagen und gleicht diese mit der Rechtslage ab.
Bei der Analyse werden Dokumente zusammengefasst, Klauseln extrahiert und fehlende Informationen identifiziert. Siehe KI juristische Analyse. Beim Verfassen von Texten werden Gliederungen erstellt, Formulierungen angepasst und erste Entwürfe vorbereitet. Das Tool hilft zudem dabei, Chronologien zu ordnen, Zusammenfassungen zu erstellen, offene Fragen zu formulieren und Mitarbeitern einen schnelleren Einstieg zu ermöglichen.
Für Anwälte: KI Anwalt. Für Juristen: KI Jurist und KI für UnternehmenFür Notare und Studierende: KI für Notare, KI für das Notariat, KI für Studierende.
So stellen Sie die richtige Frage
Eine vage Frage führt zu einer vagen Antwort. Eine präzise Frage liefert einen nützlicheren Entwurf. Geben Sie das anwendbare Recht an: Schweiz, Kanton, Rechtsgebiet. Fordern Sie überprüfbare Quellen an, nicht nur eine Zusammenfassung. Bitten Sie das Tool, zwischen gesicherten Informationen und solchen, die noch geprüft werden müssen, zu unterscheiden.
Trennen Sie Fakten, Regeln und Hypothesen. Wenn Sie Ihre Unterlagen abfragen, verlangen Sie die Seitenzahl des internen Dokuments sowie die Rechtsquelle. Geben Sie keine Namen, genauen Daten oder Beträge in ein nicht gesichertes Tool ein.
Beispiel für ein Prompt-Gerüst: „Welche Regeln gelten nach Schweizer Recht für [Thema]? Nenne die Quellen. Unterscheide zwischen Gesetz, Rechtsprechung und Hypothese.“
Antworten vor der Verwendung prüfen
Betrachten Sie jedes Ergebnis als ersten Entwurf, nicht als Rechtsquelle. Öffnen Sie jede zitierte Referenz. Überprüfen Sie, ob sie tatsächlich existiert. Wenn ein internes Dokument zitiert wird, öffnen Sie das Originaldokument.
Kontrollieren Sie Gericht, Datum und anwendbares Recht. Lesen Sie den Abschnitt: Sagt die Quelle wirklich das aus, was das Tool behauptet? Verwerfen Sie alle Referenzen, die nicht auffindbar oder aus dem Zusammenhang gerissen sind. Lassen Sie die Ergebnisse vor dem Versand, der Einreichung oder der Beratung von einem Fachmann gegenlesen.
Eine echte Quelle, die falsch zugeordnet wurde, ist genauso gefährlich wie eine erfundene Quelle. Dies ist oft schwieriger zu erkennen.
Die 3 Risiken, die es zu begrenzen gilt
1. Halluzinationen. Das Tool kann ein Urteil erfinden. Es kann einen Artikel verfälschen. Es kann eine echte Entscheidung aus dem Kontext reißen.
2. Vertraulichkeit. Sobald man Falldaten eingibt, wird die Angelegenheit professionell. Wer sieht die Daten? Wo werden sie gespeichert? Werden sie zum Training des Modells verwendet?
3. Die Verantwortung. Der Anwalt oder Jurist bleibt allein verantwortlich. Ein Chatbot trifft keine Entscheidungen. Der Schweizerische Anwaltsverband erinnert daran: Daten klären, das Berufsgeheimnis wahren, Ergebnisse überprüfen.
Quelle: Schweizerischer Anwaltsverband.
Daten: eine einfache Regel
In der Schweiz gilt das nDSG. Für Anwälte kommt das Berufsgeheimnis hinzu. Bei einem Tool für die breite Öffentlichkeit gilt: keine Mandatsdaten, keine Dokumente, keine Strategie. Bei einem professionellen Tool: Hosting, Zugriffsrechte, Trennung zwischen Organisationen und Ausschluss vom Training überprüfen. Im Zweifelsfall: anonymisieren oder nicht eingeben.
Siehe Silex-Sicherheit und KI und Datenschutz. Quelle: EDÖB – KI und Datenschutz.
Was ein guter juristischer Chatbot bieten muss
Nachprüfbare Quellen: Jede Referenz, einschließlich interner Dokumente, muss kontrollierbar sein. Anwendbares Recht: Schweizer Recht, keine umformulierten ausländischen Rechtsnormen. Ein interner Korpus: eigene Dokumente abfragen und mit dem Recht verknüpfen, alles in derselben Umgebung.
Transparenz: Man sieht, was belegt ist und was eine Hypothese bleibt. Vertraulichkeit: klares Hosting, kein Training, kein Datenaustausch zwischen Organisationen. Klare Grenzen: keine automatische, endgültige Rechtsberatung.
Siehe das Silex-Produkt und die Lösungen.
Interne Richtlinien für eine Kanzlei
Überlassen Sie die Nutzung des Tools nicht dem Zufall. Legen Sie fest, welche Tools zulässig sind und welche Daten dort eingegeben werden dürfen. Untersagen Sie die Verwendung ungeprüfter Texte oder Ratschläge. Schulen Sie Ihr Team darin, Quellen zu prüfen. Bestimmen Sie, wer die Inhalte vor dem Versand freigibt.
Der Nutzen steigt, wenn der Assistent direkt in die Aktenverwaltung integriert ist. Siehe Silex in WinLex und SkyLex, Partner und Aktuelles.
Für Privatpersonen
Ein Chatbot kann helfen, komplexe Sachverhalte zu verstehen und Fragen für ein Beratungsgespräch vorzubereiten. Er ersetzt jedoch keine individuelle Rechtsberatung.
Siehe Rechtliche KI für Privatpersonen.
Silex: Mehr als nur ein Chatbot
Silex bietet eine dialogorientierte Schnittstelle, geht aber weit darüber hinaus. Das Tool unterstützt bei der Recherche, der Argumentation, dem Verfassen von Texten und der Überprüfung – stets auf Basis strukturierter Quellen.
Drei Neuerungen, eine einheitliche Umgebung. Kein Flickenteppich aus verschiedenen Chatbots.
Silo, ab dem 26. August 2026
Silo durchsucht Ihre eigenen Dokumente direkt aus Silex heraus. Akten, Verträge, Vorlagen, interne Unterlagen. Zudem verknüpft es diese mit juristischen Quellen.
Jede Antwort ist mit Quellen belegt. Sie können direkt zum Originaldokument zurückkehren. Die in Silo Storage hochgeladenen Dateien werden in der Schweiz bei Infomaniak in einer souveränen Cloud gehostet. Sie werden nicht zum Training der Modelle verwendet und nicht mit anderen Organisationen geteilt.
Aktenanalyse, bald verfügbar
Der Agent verarbeitet eine vollständige Akte in einem Durchgang. Dokumente, Korrespondenz, Schriftsätze, PDFs, Audioaufnahmen sowie eine Fallbeschreibung und Ihre Anweisungen.
Angestrebtes Ergebnis: Zusammenfassung, Kernpunkte, fehlende Elemente, kritische Aspekte, Dokumententwürfe. Dies ist ein erster Entwurf. Eine menschliche Überprüfung bleibt zwingend erforderlich.
Neue Pakete, ab dem 26. August 2026
Die Tarife beinhalten Silo und die neuen KI-Agenten. Speicherplatz und Credits sind auf das jeweilige Angebot abgestimmt. Siehe Preise.
Die in der Schweiz entwickelte und gehostete Plattform richtet sich an Anwälte, Juristen, Notare und Institutionen. Akteure wie BCGE oder Bordier & Cie nutzen sie bereits.
Zum Testen vereinbaren Sie eine Demo oder kontaktieren Sie das Team. Ergänzungen: Produkt, FAQ und Rechts-Monitoring.
FAQ: Legal Chatbot
Was ist ein Legal Chatbot?
Es handelt sich um einen KI-Assistenten, der Rechtsfragen beantwortet, Dokumente zusammenfasst oder bei der Erstellung von Texten hilft. Die Zuverlässigkeit hängt dabei von den Quellen und der Datensicherheit ab.
Kann ein Legal Chatbot einen Anwalt ersetzen?
Nein. Er beschleunigt die Vorbereitung. Die Rechtsberatung und die Verantwortung bleiben in menschlicher Hand.
Darf man Mandantendaten in ChatGPT eingeben?
Nein, sobald vertrauliche Daten betroffen sind. Hierfür ist ein sicheres professionelles Tool mit isolierter Dokumentenverarbeitung erforderlich.
Kann man mit einem Legal Chatbot eigene Dokumente abfragen?
Ja, in einer professionellen Umgebung. Mit Silo verknüpft Silex ab dem 26. August 2026 Ihre Unterlagen mit seinen juristischen Quellen. Sie können jederzeit auf das Originaldokument zurückgreifen. Hosting in der Schweiz, kein Training mit Ihren Daten, keine Weitergabe zwischen Organisationen.
Wie lassen sich Halluzinationen vermeiden?
Wählen Sie ein Tool mit Quellenangaben. Öffnen Sie jede Referenz. Überprüfen Sie, ob die Quelle die Aussage tatsächlich stützt. Lassen Sie das Ergebnis von einem Experten validieren.
Wie stellt man eine gute Frage?
Geben Sie das Schweizer Recht an, fordern Sie Quellen, trennen Sie Fakten von Rechtsnormen und verlangen Sie, dass das Tool auf noch zu prüfende Punkte hinweist.
Ist Silex ein Legal Chatbot?
Silex bietet eine konversationelle Schnittstelle. Das Tool positioniert sich primär als KI für Schweizer Rechtsfragen mit verifizierten Quellen. Silo ergänzt dies um interne Datenbestände. Die Fallanalyse folgt in Kürze.


